Xylo Denkfabrik12. Oktober 2005Kunstmuseum Liechtenstein
Die zweite XyloDenkfabrik im Oktober 2005 offenbarte die Aktualität des Themas; fast hundert Architekten und Interessierte diskutierten im Kunstmuseum Liechtenstein heftig über einen zukünftigen Holztower. In einem ersten Impulsreferat stellte Architekt Meinrad Morger seine für die ETH erarbeitete Studie «Holz im Hochhausbau» vor. Der Basler Architekt machte klar, dass ihn die Idee, Stahlbeton durch Holz zu ersetzen stark reize. Gleichzeitig wolle er mit neuen Gebäudestrukturen die gewohnten Massen sprengen. Ihm schweben Gebäudekomplexe mit riesigen Grundrissen vor, die Nutzflächen und freie Plätze vereinen. Damit könnte nach seiner Vorstellung ein städtischer Organismus in der Grösse eines Dorfes entstehen. Die Räume im
Innern des Komplexes hätten ein mediterranes Zwischenklima, wären miteinander verbunden und bildeten eine Luftsäule über die ganze Höhe des Gebäudes. Die in den verschiedenen
Etagen und offenen Räumen entstehende Thermik ermögliche eine natürliche Lüftung und Klimatisierung. Ein solcher Komplex würde nur eine geringe Menge an Energie brauchen, die mit Wind, Sonne und Verwertung von Abfällen so weit als möglich im Hochhaus selbst produziert werden könnte. Technischer wurde es in den anschliessenden Fachreferaten. Manfred Gsteu als
Vertreter des staatlichen Brandschutzes wies darauf hin, dass der Holzbau als solches schon lange den Anforderungen des Baugesetzes genüge. Ein Hochhaus aus Holz würde nicht durch Brandschutzbedenken eingeschränkt, sondern vielmehr durch baugesetzliche Bestimmungen. So werde die gesetzliche Maximalhöhe schon durch Holzkonstruktionen erreicht. Anton Frommelt, Geschäftsführer und Holzbaustatiker der Xylo AG, zeigte anhand von eindrücklichen Beispielen die Leistung von Holz auf. So überragt schon die aus Holz gefertigte Kirchturmspitze der Schaaner Kirche die meisten Gebäude der Region. Ein Vergleich der Hamar Olympiahalle aus Norwegen mit dem Vaduzer Städtle demonstrierte wie Dimensionen von Holzkonstruktionen die regionale Vorstellungskraft bei weitem übertreffen.
Ist die Zeit nun reif für ein Hochhaus aus Holz?
In der zeitweise hitzig geführten Podiumsdiskussion prallten die Meinungen über den Sinn von Gebäuden in diesen Dimensionen aufeinander. Im Mittelpunkt der Kontroverse stand die Höhe solcher Gebäude, weniger die Konstruktion aus Holz. Zusammenfassend war man sich einig: Der Baustoff Holz in hochgeschossigen Gebäuden wird zum gewichtigen Thema. Ob er sich durchsetzen wird liegt weniger an der technischen Machbarkeit sondern vielmehr daran, ob es gelingt die festgefahren Vorstellungen in den Köpfen zu lösen.
Innern des Komplexes hätten ein mediterranes Zwischenklima, wären miteinander verbunden und bildeten eine Luftsäule über die ganze Höhe des Gebäudes. Die in den verschiedenen
Etagen und offenen Räumen entstehende Thermik ermögliche eine natürliche Lüftung und Klimatisierung. Ein solcher Komplex würde nur eine geringe Menge an Energie brauchen, die mit Wind, Sonne und Verwertung von Abfällen so weit als möglich im Hochhaus selbst produziert werden könnte. Technischer wurde es in den anschliessenden Fachreferaten. Manfred Gsteu als
Vertreter des staatlichen Brandschutzes wies darauf hin, dass der Holzbau als solches schon lange den Anforderungen des Baugesetzes genüge. Ein Hochhaus aus Holz würde nicht durch Brandschutzbedenken eingeschränkt, sondern vielmehr durch baugesetzliche Bestimmungen. So werde die gesetzliche Maximalhöhe schon durch Holzkonstruktionen erreicht. Anton Frommelt, Geschäftsführer und Holzbaustatiker der Xylo AG, zeigte anhand von eindrücklichen Beispielen die Leistung von Holz auf. So überragt schon die aus Holz gefertigte Kirchturmspitze der Schaaner Kirche die meisten Gebäude der Region. Ein Vergleich der Hamar Olympiahalle aus Norwegen mit dem Vaduzer Städtle demonstrierte wie Dimensionen von Holzkonstruktionen die regionale Vorstellungskraft bei weitem übertreffen.
Ist die Zeit nun reif für ein Hochhaus aus Holz?
In der zeitweise hitzig geführten Podiumsdiskussion prallten die Meinungen über den Sinn von Gebäuden in diesen Dimensionen aufeinander. Im Mittelpunkt der Kontroverse stand die Höhe solcher Gebäude, weniger die Konstruktion aus Holz. Zusammenfassend war man sich einig: Der Baustoff Holz in hochgeschossigen Gebäuden wird zum gewichtigen Thema. Ob er sich durchsetzen wird liegt weniger an der technischen Machbarkeit sondern vielmehr daran, ob es gelingt die festgefahren Vorstellungen in den Köpfen zu lösen.
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Auftraggeber
Xylo AG
Hochschule Liechtenstein
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